9 Tipps für die Wohnungsbewerbung: So kriegen Sie jede Wohnung!

21. Juni 2017

Klotzen statt Kleckern: Wenn Sie sich um eine Wohnung bewerben, sollten Sie viele Kopien mitbringen. Jeder Vermieter möchte für seine Wohnung den perfekten Bewerber bekommen. Ein guter, erster Eindruck ist wichtig; geeignete Dokumente zeigen Sie als Mieter, der Zahlungen pünktlich leistet. Eine gut vorbereitete Bewerbungsmappe erhöht Ihre Chancen auf dem heiß umkämpften Wohnungsmarkt enorm. Unsere ultimativen Tipps für die Wohnungssuche sagen Ihnen, worauf Vermieter, Immobilienmakler und Verkäufer Wert legen.


Inhaltsverzeichnis:

1 - Ballungsgebiet oder Provinz? Die Konkurrenz bestimmt den Einsatz.
2 - Nachweisbares Einkommen: Vermieter wollen sicher sein.
3 - Der wichtige, erste Eindruck: Lächeln, Pünktlichkeit, gepflegtes Äußeres.
4 - Positive Schufa-Auskunft: Einmal im Jahr ist sie kostenlos.
5 - Die wichtige Bewerbungsmappe: Nettes Foto, Referenzen und Lebenslauf.
6 - Die Mieterselbstauskunft.
7 - Einfügen in die Hausgemeinschaft: Soziales Engagement zeigen!
8 - Diese Bewerber haben die größten Chancen
9 - Wohnung kaufen: Schnelligkeit siegt, deshalb Finanzierung vorbereiten.


1. Ballungsgebiet oder Provinz?

Wie hoch die Konkurrenz ist, entscheidet über die Art und Weise Ihrer Vorbereitung. Sie suchen in einem Ballungsgebiet wie München, Hamburg oder Berlin nach einer Wohnung? 30 oder mehr Bewerber bei einer Wohnungsbesichtigung sind in Ballungsgebieten an der Tagesordnung. In diesem Fall sollten Sie alle Register ziehen und eine gut vorbereitete Bewerbungsmappe zur Wohnungsbewerbung mitbringen. Falls Sie mit Immobilienmaklern nach einer Bleibe suchen, empfiehlt es sich, Kopien vom Verdienstnachweis bereits beim Makler zu hinterlegen.

In einer ländlichen Umgebung dagegen können Sie die Wohnungssuche eher gelassen angehen. In diesem Fall ist eine Bewerbungsmappe eher unüblich, kann aber nicht schaden. Dennoch sollten Sie die unverzichtbaren Basisinformationen parat haben: Einkommensnachweis und eine Kopie Ihrer Schufa-Auskunft, die Sie einmal im Jahr kostenlos beantragen können.

In Zeiten des Internets bevorzugen es inzwischen viele Vermieter oder Hausverwaltungen, die notwendigen Bewerbungsmaterialien einfach per E-Mail zugeschickt zu bekommen. Darüber freut sich natürlich auch die Umwelt. Wenn Sie eine der zahlreichen Wohnungsbewerbungsportale im Internet benutzen, haben Sie außerdem die Möglichkeit, Ihre Bewerbungsunterlagen hochzuladen. Diese stehen dem Vermieter dann oftmals schon vor der Wohnungsbesichtigung zur Verfügung. Das Mitbringen einer Bewerbermappe erübrigt sich dann meistens.

2. Nachweisbares Einkommen vorweisen

Jeder Vermieter möchte sicher sein, dass seine Mieter die Zahlungen rechtzeitig leisten können. Kopien von Lohn- oder Gehaltsabrechnung, bei Paaren von beiden Partnern, zeigen, dass Sie sich mit der Miete nicht übernehmen. Selbständige sollten eine aktuelle Einkommenssteuererklärung vorzeigen. Sie finden, das geht zu weit? Bei der aktuellen Lage am Wohnungsmarkt erhöhen Sie Ihre Chancen, wenn Sie die Situation realistisch einschätzen. In den Ballungsgebieten übersteigt die Nachfrage bei weitem das Angebot. Ein Ende der Wohnungsnot ist nicht in Sicht.

3. Einen guten ersten Eindruck machen – und was danach kommt

Sympathisches Auftreten ist fast so wichtig wie Ihr Einkommen. Erscheinen Sie gepflegt zu der Wohnungsbesichtigung. Pünktlichkeit, Manieren und Lächeln erhöhen Ihre Chancen enorm. Leider haben viele Vermieter nach wie vor Vorbehalte gegenüber bestimmten Lebenssituationen. Am beliebtesten bei Vermietern sind verheiratete Paare ohne Kinder. Alleinerziehende Eltern werden oft benachteiligt behandelt. Wie in allen Lebenslagen gilt bei der Wohnungssuche: Ausnahmen bestätigen die Regel. Vielleicht ist Ihr Vermieter ja besonders kinderfreundlich. Wenn der erste Eindruck positiv ist, haken Vermieter gerne im Internet nach. Viele Vermieter tippen den Namen von potentiellen Mietern bei Google ein. Manche machen sich auch mithilfe von sozialen Medien einen Eindruck oder fragen bei Ihrem aktuellen Vermieter nach. Wenn Sie eine Wohnung suchen, sollten Sie auf Ihre Präsenz im Internet achten.

4.Positive Schufa-Auskunft vorlegen

Manche Vermieter fordern sie, andere nicht: die Schufa-Auskunft. Eine Wohnungsbewerbung ohne Schufa ist heutzutage aber eher die Seltenheit. Die Schufa Holding AG ist eine private Wirtschaftsauskunftei mit Sitz in Wiesbaden. Sie übersetzt das Zahlungsverhalten einer Person anhand von Daten der Vergangenheit in einen Zahlenwert. Die Skala reicht von 0 bis 1000. Je höher die Zahl, desto besser ist Ihre Kreditwürdigkeit. Wenn Sie schuldenfrei sind oder nur kleine Kredite abzahlen, lohnt sich die Kopie einer aktuellen Schufa-Auskunft. Wenn Sie eine Wohnung suchen, sollten Sie nach dem Grundsatz verfahren: Besser zu viel als zu wenig Information.

Die Schufa bietet inzwischen den sogenannten Schufa Bonitätscheck an, der sich vor allem für die Wohnungsbewerbung anbietet. Ein Zertifikat mit Siegel gibt die Echtheit an und beinhaltet nur Informationen, die für einen Vertragsabschluss wichtig sind. Somit erhält der potentielle Vermieter nicht zu viel Einblick in private Daten. Der Schufa Bonitätscheck kostet einmalig 29,95 €.

5. Eine ausführliche Bewerbungsmappe erstellen

Gut vorbereitet ist halb gemietet: Mit einer Bewerbungsmappe ragen Sie aus dem Heer der Interessenten heraus. Im Prinzip können Sie sich dabei an einer Bewerbung für eine Arbeitsstelle orientieren. Nehmen Sie sich Zeit für ein Anschreiben. Diese Seite setzt den Ton für Ihre Bewerbung. Erklären Sie darin, warum dieses Wohnung für Sie wie geschaffen ist. Neben Größe, Zahl der Zimmer und Ausstattung können Sie in diesem Brief auf die Lage eingehen, zum Beispiel Nähe zur Arbeitsstelle, gute Anbindung an den Verkehr, Nähe zu Schulen und Einkaufszentren etc. Schönheitsreparaturen sind für viele Vermieter ein leidiges Thema. Ein Hinweis, dass Sie die Wohnung in dem aktuellen Zustand akzeptieren, wirkt sich deshalb immer günstig aus. Außerdem sollten Sie erwähnen, warum Sie eine Wohnung suchen und wie viele Personen einziehen werden.

Folgende Dokumente in der Bewerbungsmappe erhöhen ihre Chancen zusätzlich:

  • Lebenslauf: Er kann sich auf die wichtigsten Eckdaten beschränken, sollte aber ein hübsches Foto von Ihnen und gegebenenfalls Ihrer Familie enthalten
  • Kopie des Personalausweises
  • Referenzen und Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des aktuellen Vermieters
  • Bürgschaft für die Mietzahlungen: Wichtig bei Bewerbern mit geringem Einkommen
  • Empfehlung des Arbeitgebers: Bitten Sie Ihren Chef um ein paar Zeilen, in denen er oder sie beschreibt, wie freundlich und umgänglich Sie sind

Achten Sie auch auf die Form der Bewerbungsmappe. Ein Aktenordner, der alle Papiere säuberlich in Dokumentenhüllen enthält, zeigt, dass Sie ordentlich und gewissenhaft sind. Verschicken Sie Ihre Bewerbungsmappe per Email eignet sich das PDF-Format am besten.

6. Es wird persönlich: Die Mieterselbstauskunft

Ohne die Mieterselbstauskunft geht heutzutage kaum noch eine Wohnungsbesichtigung über die Bühne. Dabei gehen die Fragen oftmals weit über das hinaus, was Vermieter wissen dürfen. Viele Wohnungssuchende geben dennoch private Details preis, um sich auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt durchzusetzen. Was nur wenige wissen: Sie dürfen auf unerlaubte Fragen falsche Auskunft geben, ohne im Nachhinein mit Konsequenzen rechnen zu müssen.

Mehr zu diesem Thema sowie zum Datenschutz und rechtlichen Stand bei der Wohnungsbewerbung erfahren Sie in unserem Artikel zur Mieterselbstauskunft.

7. In die Hausgemeinschaft einfügen

Vermieter – und auch Verkäufer – möchten ihre Wohnung schnell und mit möglichst wenig Aufwand an den Mann oder die Frau bringen. Allerdings legen Sie auch Wert darauf, dass sich neue Mieter mit der Hausgemeinschaft verstehen. Vermieter setzen sich ungern mit Beschwerden von verschiedenen Mietparteien auseinander. Deshalb empfiehlt es sich, bei der Wohnungsbesichtigung bestimmte Dinge zu erwähnen – etwa, dass Ihnen Sauberkeit, auch im Treppenhaus, unerhört wichtig ist. Einen guten Eindruck hinterlassen Sie auch, wenn Sie bei Vereinen aktiv sind oder freiwillige Dienste leisten. Das überzeugt einen Vermieter von Ihrem sozialen Gewissen.

8. Bewerber mit den besten Chancen

Sie glauben, gut erzogene Akademiker bekommen bei der Wohnungssuche mit Vorliebe den Zuschlag? Weit gefehlt: Handwerker sind bei Vermietern am beliebtesten – vermutlich, weil sie ihnen kleine Reparaturen an der Wohnung am ehesten zutrauen. Beamte und Angestellte haben ebenfalls gute Chancen. Eher unwillig vermieten Deutsche an Rechtsanwälte und Politiker. Studenten, Lehrer und Selbständige haben es ebenfalls schwerer. Der Einzug oder Zusammenzug in eine Wohngemeinschaft ist hier manchmal die bessere Alternative gegenüber der eigenen Wohnung.

9. Wohnung kaufen: Schnelligkeit zählt

Wenn sich Besitzer zum Verkauf einer Wohnung entschlossen haben, würden sie die Immobilie am liebsten sofort verkaufen. Das zeigen zumindest Studien von Immobilienmaklern. Deshalb sollten Sie die Finanzierungsfrage klären, bevor Sie eine Wohnung besichtigen. Je höher Ihr Eigenkapital ist, desto bequemer sind die Ratenzahlungen von Krediten.

Wichtig: Übernehmen Sie sich finanziell nicht. Lassen Sie immer etwas Spielraum für unvorhergesehene Ausgaben.

Im Internet haben Sie heute eine Reihe von Möglichkeiten, verschiedene Kreditangebote zu vergleichen. Informieren Sie sich rechtzeitig und umfassend, bevor Sie auf Wohnungssuche gehen. Wenn Sie eine Wohnung sehen, die Ihnen wirklich gefällt und Ihrem Budget entspricht, können Sie sich schnell entscheiden. Jeder Immobilienmakler erzählt mit Vorliebe Erfolgsgeschichten, in denen eine Wohnung oder ein Haus in Rekordzeit den Besitzer wechselte. Wenn Sie die Finanzierungsfrage vorab geklärt haben, können Sie schnell zuschlagen und zögerliche Mitbewerber aus dem Rennen werfen.

Der Umzug - am besten mit den Profis

Sie haben Ihre Wohnung gefunden und den Vertrag unterschrieben? Herzlichen Glückwunsch! Sie haben den schwierigsten Schritt beim Wohnungswechsel erfolgreich absolviert. Wenn Sie nun den Umzug mit Movinga buchen, können Sie sich entspannt zurücklehnen. Unsere erfahrenen Umzugsberater nehmen alles in die Hand: Vom Einpacken des feinen Porzellans bis zum Auf- und Abbauen Ihres Schlafzimmers und der Kücheneinrichtung. Mit unserem Rechnertool erfahren Sie in wenigen Minuten, wie viel Sie der Umzug genau kostet.

Sie glauben, Sie können sich einen Umzug mit einem Unternehmen nicht leisten? Falls Sie aus beruflichen Gründen umziehen, können Sie alle Kosten von der Steuer absetzen.

Mit diesen 8 Tipps einfach jede #Wohnung bekommen #Umzugstipps #Wohnungstipps