Was ist Sperrmüll: Wo und wann darf entsorgt werden?

Ein Umzug bietet eine gute Gelegenheit sich von alten Dingen wie Fernseher, alten Möbel oder technischen Geräten zu trennen. Wie gut, dass der Sperrmüll kommt und alle ungeliebten Gegenstände mitnimmt, stimmts? Stimmt nicht! Am besten informieren Sie sich im Vorfeld, welche Materialien auf den Sperrmüll dürfen und welche nicht, ansonsten könnten Sie ihre alten Möbel auf den letzten Zügen noch teuer zu stehen kommen. Ungeeignete Gegenstände, die auf der Straße auf Abholung vom Sperrmüll warten, können mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Im Folgenden erfahren Sie, worauf Sie achten sollten und wie Sie Ihren Müll am Besten entsorgen können.


Inhaltsverzeichnis

  1. Was darf als Sperrmüll entsorgt werden?
  2. Drei Systeme zur Sperrmüllentsorgung
  3. Abholung des Mülls mit Termin
  4. Kosten der Sperrmüllabholung
  5. Häufig gestellte Fragen

Was darf als Sperrmüll entsorgt werden?

Grundsätzlich gilt, alles was nicht in die Restmülltonne passt und als ausgedienter Haushaltsgegenstand zu erkennen ist darf auf den Sperrmüll. Das gleiche gilt für Möbel, die in der Wohnung oder im Außenbereich standen. Außerdem müssen die Gegenstände von Hand verladen werden können. Dazu gehören unter anderen: Kinderwagen, Kleinmöbel, Schränke, Tische, Teppiche, Skier, Matratzen und Kinderautositze.
Da die Liste lang ist kommt es öfter vor, dass Menschen die falschen Gegenstände im Sperrmüll zu entsorgen versuchen. Solange es sich dabei nicht um ein grobes Vergehen handelt, ist es nicht weiter schlimm und kann bei Abholung eeinfach wieder aussortiert werden. Jedoch sollten Sie auf die zahlreichen Bestimmungen achten, um zu erkennen, was auf keinen Fall auf den Sperrmüll darf. Nicht selten sind Gegenstände, die nicht in den Sperrmüll gehören mit drastischen Bußgeldern behaftet. Daher sollten Sie auf keinen Fall Flüssigkeiten, Gartenabfälle, Bauschutt und unbewegliche Gegenstände auf diese Weise versuchen zu entsorgen. Außerdem werden keine Dinge mitgenommen, welche in die Restmülltonne passen.

Nachfolgend einige Beispiele, die nicht in den Sperrmüll gehören:

  • Baustellenabfälle wie Zäune, Fenster und Türen
  • Gewerbliche Abfälle werden nur in haushalsüblicher Menge mitgenommen
  • Kleingegenstände wie Schuhe, Kleidung, Spielsachen und Essgeschirr
  • Gefährliche Abfälle wie Altreifen, Leuchtstoffröhren und Kfz-Batterien
  • Mineralische Abfälle wie Toiletten- oder Waschbecken und Natursteinplatten

All diese Dinge müssen separat wie z.B. auf dem Wertstoffhof in Ihrer Region entsorgt werden oder Sie bestellen einen extra Container, den Sie allerdings unbedingt in Ihr Umzugsbudget mit einkalkulieren sollten. Auch wenn ein gemieteter Container praktisch ist, weil man die verschiedenen Materialien nicht einzeln sortieren muss und somit viel Zeit sparen kann, ist er nicht grade Budgetfreundlich. Daher ist diese Option wohl für die meisten Leute ungeeignet und nur bei einer kompletten Hausentrümpelung zu empfehlen. Eine gute Übersicht darüber, was mitgenommen wird und was nicht erhalten Sie auf der Webseite Ihrer Stadt. Je nach Bundesland und Region sind die Regelungen unterschiedlich weshalb Sie sich gut über die Vorschriften in Ihrer Stadt informieren sollten.

Drei Systeme zur Sperrmüllentsorgung

Bei der Sperrmüllentsorgung unterscheidet man zwischen drei Varianten.

  1. Die Abholung wird vom Entsorger für ein bestimmtes Stadtgebiet festgelegt und nimmt alle alten, an der Straße zur Abholung bereitstehenden Gegenstände mit.
  2. Die Abholung erfolgt nach Termin für einen bestimmten Haushalt. Dieser Termin muss vom Erzeuger an einer bestimmten Stelle unter Angabe des zu entsorgenden Müllvolumens vereinbart worden sein.
  3. Entsorgung auf einem Werstoffhof. In einigen Kommunen kann Sperrmüll auch ohne Terminvereinbarung, flexibel abgegeben werden. Wie auch die anderen beiden Varianten, ist dies im Normalfall nicht kostenfrei.

Abholung des Mülls mit Termin

Wenn Sie möchten, dass Ihre alten Möbel, Metallschrott, Matratzen, etc. ganz bequem vor Ihrer Türe abgeholt werden, sollten Sie sich frühzeitig um einen passenden Termin kümmern. Diesen können Sie in den meisten Städten über ein Online-Formular oder telefonisch vereinbaren. In der Regel sammelt der Entsorger einige Termine von Haushalten, die sich in der gleichen Gegend befinden und teilt Ihnen anschließend den nächstmöglichen Termin mit. Beachten Sie hierbei bitte, dass Sie Ihren Sperrmüll frühestens am Abend des Vortages an der Straße zur Abholung bereit stellen können. Achten Sie dabei darauf, dass Sie keine Fuß- oder Radwege durch Ihre alten Schätze behindern. Je nach Termin und Absprache wird der Müll zwischen sieben Uhr am Morgen und 19 Uhr am Abend abgeholt.

Kosten der Sperrmüllabholung

Abhängig von Ihrer Region wird die Abrechnung der Sperrmüllensorgung entweder halbjährlich oder jährlich in die Müllgebühren eingerechnet. Dabei ist darauf zu achten, dass die vorgegebene Menge nicht überschritten wird. Benötigen Sie diesen Service vor einem Umzug, können mehrere Kubikmeter leicht zusammenkommen. Besonders Holzmöbel, Kinderwägen und Polstermöbel nehmen viel Platz ein und werden daher separat abgerechnet. Überschreitet Ihr Sperrmüll das übliche Haushaltsvolumen, erfolgt die Festlegung der Kosten für die Entsorgung nach der Anzahl der benötigten Kubikmeter. Als Richtwert kann für den ersten Kubikmeter mit Anfahrt ein Preis zwischen 25 und 35 Euro gerechnet werden. Für jeden weiteren Kubikmeter kommen circa 5 Euro dazu. Dies sind allerdings nur Richtwerte und sollten auf jeden Fall beim Entsorger nocheinmal nachgefragt werden. Sollte eine dringende Abholung am Wochenende notwendig sein, werden hier zusätzliche Gebühren fällig.

Gerade in größeren Städten ist es gang und gäbe, alte Möbelstücke sowie Kleidung und Elektrogeräte auf die Straße zu stellen und einen Zettel mit dem Hinweis "Zu verschenken" daran zu befestigen. Der Gedanke hier, dass man die Dinge die man nicht mehr braucht einer Familie anbietet, die sich vielleicht daran erfreuen kann ist nicht nur ein sozialer, sondern in der heutigen Zeit auch ein klimafreundlicher Gedanke, der dem verschwenderischen Verhalten der Gesellschaft entgegenwirken kann. Hier sollte vor allem darauf geachtet werden, dass die Gegenstände, die man als Spende zur Verfügung stellt noch in Takt und sauber sind. Werden Ihre Dinge jedoch auch nach einigen Tagen nicht mitgenommen, so bleiben Sie in Ihrer Verantwortung und müssen wieder entfernt oder regulär beim Sperrmüll entsorgt werden.


Häufig gestellte Fragen:

Was ist kein Sperrmüll?

Die Faustregel bei Sperrmüll lautet: Wenn Sie nicht damit umziehen können, ist es auch kein Sperrmüll. Somit fallen Zäune, Fenster, Türen, Bad Installationen und Leuchtmittel nicht in diese Kategorie. Auch Grünschnitt, Reifen und Bauschutt werden nicht als Sperrmüll deklariert.

Was kann auf den Sperrmüll?

Als Sperrmüll wird Metall-Schrott (Fahrrad, Lattenrost mit Metallfedern, Kinderwagen, Regale, Rasenmäher, etc.), Holzmöbel, Elektroschrott (PCs, Monitore, Fernseher, Küchengeräte, etc.) und Rest-Sperrmüll (Matratzen, Gartenmöbel, Autokindersitze, Koffer, Polstermöbel, Teppiche, etc.) bezeichnet und kann auch als solches entsorgt werden.

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